Gemeinde Pechbrunn

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Katholische Kirche

Pfarrer:

Herr
Dr.Cyprian Chima Anyanwu
Kardinal-Grillmeier-Platz
95701 Pechbrunn
Tel. 09231 / 5078419
Fax: 09231 / 5078436 

 

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Herz-Jesu Kirche
Herz-Jesu Kirche 38 Kb
Nach der Renovierung - Oktober 2012
Nach der Renovierung - Oktober 2012 39 Kb
Pfarrhaus
Pfarrhaus 57 Kb
Sankt Georg - Pfarrheim Pechbrunn am Kardinal Grillmeier Platz
Sankt Georg - Pfarrheim Pechbrunn am Kardinal Grillmeier Platz 41 Kb

Infos rund um die Herz-Jesu-Kirche

Die Herz-Jesu-Kirche ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in Pechbrunn in der nördlichen Oberpfalz. Die neubarocke Kirche wurde zwischen 1913 und 1916 durch den Baumeister August Mayer erbaut und ist heute ein eingetragenes Baudenkmal.

 

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts bestand in Pechbrunn nur eine kleine Steinbauernkapelle, in der durch einen Holzanbau rund 160 Personen Platz fanden. Nachdem ein Vorschlag zur Erweiterung dieser Kapelle abgelehnt worden war, gründete Mitterteicher Pfarrer einen Kirchenbau-Verein, der durch die Einwohner von Pechbrunn und dem benachbarten Groschlattengrün finanziert wurde. Am 6. Juli 1913 fand die feierliche Grundsteinlegung durch den Lehrer Andreas Kammerer statt.

 

Am 7. Dezember 1913 war die kirchliche Weihe der neuen Kirche, die zu diesem Zeitpunkt bereits im Rohbau fertiggestellt war, durch den Mitterteicher Pfarrer Josef Mayer, zu dessen Pfarrei Pechbrunn bis in die 1960er Jahre gehörte. Baumeister des Sakralbaus war August Mayer aus Waldershof.

 

In den Jahren 1914 bis 1916 folgte die Gestaltung des Innenraums und die Einrichtung der Kirche. Durch eine Bekanntmachung im Bonifaziusblatt wurden einige Einrichtungsgegenstände gespendet. Der Hochaltar, die Kanzel und die Pieta wurden vom südtiroler Künstler Josef Rifeser aus St. Ulrich in Gröden gefertigt. 1916 wurde auch die Orgel und die Turmuhr montiert. Der Außenputz wurde erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges aufgetragen. Die Weihe erfolgte am 3. Juli 1935 durch den Regensburger Erzbischof Michael Buchberger.

 

Die Kirche wurde im neubarocken Stil mit gelben Anstrich erbaut. Sie verfügt über vier Glocken: die Herz-Jesu-Glocke (1200 kg), die Marienglocke (756 kg), die Bruder-Konradglocke (515 kg) und die Josefsglocke (287 kg).

 

2003 wurde die Einweihung der renovierten Pfarrkirche durch Domkapitular Reinhard Pappenberger gefeiert. Zum 100 jährigen Bestehen der Kirche folgt 2012 auch eine Außenrenovierung des Bauwerks.

 

Pechbrunn feiert 100 Jahre Herz-Jesu-Kirche

Die Ortschaft Pechbrunn stand am vergangenen Sonntag 9.06.2013 ganz im Zeichen der 100-Jahrfeier der Pfarrkirche Herz-Jesu. Zahlreiche Gäste aus nah und fern hatten sich eingefunden, um bei den Feierlichkeiten dabei zu sein. Höhepunkt der Veranstaltungen war ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche, der von Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg mit den anwesenden Geistlichen  in Zelebration gefeiert wurde.
Vorausgegangen war ein Kirchenzug zur Pfarrkirche, an dem sich alle in der Gemeinde ansässigen Vereine und Verbände beteiligten, der von der Bläsergruppe Scharnagl aus Waldsassen angeführt wurde. Drei Mädchen begrüßten dort den Bischof mit einem Gedicht und einem Blumenstrauß. Ortspfarrer Dr. Cyprian Anyanwu begrüßte im Namen der Pfarrgemeinde als Vertreter des Bistums Regensburg Weihbischof Reinhard Pappenberger, den Regionaldekan Manfred Striegl, Kaplan Stefan Haimerl aus Mitterteich, Pfarrer Karl Raster aus Regensburg, die drei Heimatpriester Karl Schmid, Josef Grillmeier und Bischöflichen Kaplan Michael Dressel sowie von weltlicher Seite den stellvertretenden Landrat und Bürgermeister von Mitterteich Roland Grillmeier, Bürgermeister Ernst Neumann mit seinen Gemeinderäten, die Kirchenvorstände und Mitglieder des Pfarrgemeinderates, das Lehrerkollegium der Grundschule, die Kirchenvorstände der evangelisch-lutherischen Krchengemeinde Groschlattengrün-Pechrunn sowie die Mitglieder der örtlichen Vereine und Verbände. Heut ist der Tag den der Herr gemacht hat, sagte Dr. Anyanwu im Hinblick auf die Festlichkeiten. Wir freuen uns, diesen Tag gemeinsam erleben zu dürfen.
In seiner Festpredigt verwies Bischof Pappenberger auf die Bedeutung der Kirche in einer Ortschaft und betonte, dass gerade der Name Herz-Jesu-Kirche  auf eine unmittelbare Verbundenheit mit dem Herzen Jesu hinweise. Jesus habe damit die Menschen, die in dieser Kirche Glauben und Hoffnung finden unauslöschlich in sein Herz geschrieben und darauf könne man sich Zeit seines Lebens verlassen. Es sei deshalb gut, dass es diese Kirche gibt, sagte der Bischof abschließend.
Der anschließende Festgottesdienst, der vom Katholischen Kirchenchor und der Bläsergruppe Scharnagl unter der Leitung von Chorregent Karlheinz Brand  musikalisch gestaltet wurde, war so recht nach dem Geschmack der Kirchenbesucher und dem Namen „Festgottesdienst“ alle Ehre machte.
Nach dem „Laudate Dominum“ des Chors und dem Schlussgebet des Weihbischofs übermittelte Bürgermeister Ernst Neumann Grußworte der weltlichen Gemeinde und gratulierte im Namen des Gemeinderates und der Gemeinde Pechbrunn zu diesem Jubiläum. Die Kirche sei Heimstatt und Ausgangsort von der Wiege bis zur Bahre und sozusagen Ausgangspunkt für das gesamte Leben. Er hoffe, dass die frisch renovierte Pfarrkirche Herz Jesu auch in Zukunft geistlicher Wegweiser bleibt. Dazu wünschte er Gottes Segen und würde sich über eine weitere gute Zusammenarbeit freuen.
Pfarrerin Julia Wappmann aus Marktredwitz übermittelte die Glückwünsche der Evang. / Luth. Kirchengemeinde Groschlattengrün – Pechbrunn. Sie stellte in den Raum, was die Heiligen  diese Kirche wohl erzählen, wenn man sie fragen könnte, was sie hier in den letzten 100 Jahren erlebt haben. Sie würden von vielen freudigen, aber auch traurigen Anlässen sprechen, immer darauf vertrauend, dass Gott der dritte im Bunde sei, der die Menschen auf ihrem gemeinsamen Lebensweg begleitet. Sie stellte aber auch heraus, dass man den Gottesdienst in der Friedenskirche in Groschlattengrün ausfallen lies, um ein Zeichen auf dem Weg der Ökumene zu setzen. Sie überreichte im Namen der ev. Kirchengemeinde eine Spende an die Sprecherin der Pfarrgemeinde Silvia Sußmann.
Die Sprecherin des Pfarrgemeinderates bedankte sich bei Weihbischof Pappenberger, das er nach Pechbrunn gekommen sei und damit dem Jubiläum den kirchlichen Glanz verliehen habe. Vielen dank sagte sie Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu und den übrigen Geistlichen für das Mitwirken im Festgottesdienst. Silvia Sußmann bedankte sich bei allen Ehrengästen, besonders bei Pfarrerin Julia Wappmann und den Kirchenvorständen der evang. Kirchengemeinde sowie bei allen, die mitgeholfen haben dieses Jubiläum würdig zu gestalten. Ein besonderer dank ging an den Kirchenchor und an die Bläsergruppe von Herrn Armin Scharnagl für die musikalische Gestaltung und Umrahmung des Festgottesdienstes. 
Nach dem bischöflichen Segen und dem festliche Auszug „Preiset froh den König (Chor + Bläser)  ging ein Gottesdienst zu Ende, der vielen in guter Erinnerung bleiben wird. Nach einem gemeinsamen Mittagessen schloss sich eine Andacht mit Kindersegnung an. Anschließend wiurde im Festzelt das Kirchenjubiläum gefeiert.

100 Jahre Pfarrkirche Pechbrunn

Die Pfarrgemeinde Pechbrunn feiert am kommenden Sonntag, den 9. Juni 2013 das 100-jährige Bestehen der Pfarrkirche „Herz-Jesu“. Ein Blick in die Chronik zeigt, dass nach jahrelangen Vorbereitungen und Planungen endlich im Jahre 1913 mit dem Bau der Kirche begonnen werden konnte und der Wunsch vieler Gläubigen in Pechbrunn  einen geistigen Mittelpunkt zu schaffen, in Erfüllung ging. Bis zu diesem Zeitpunkt stand für die Katholiken in Pechbrunn bei einem Kirchenbesuch lediglich die 1888 errichtete Steinbauernkapelle zur Verfügung oder man besuchte die Kirchen der Umgebung.

Im Juni 2013 war der erste Spatenstich, im Juli die Grundsteinlegung und bereits im Dezember des gleichen Jahres war die Kirche soweit fertig, dass darin Gottesdienste gehalten werden konnten, nachdem Pfarrer Mayer aus Mitterteich am 7.12.1913 die feierliche Benediktion der Kirche vorgenommen hatte. 1. Geistlicher in Pechbrunn war damals Expositus Johannes Höcht, der die Pfarrangehörigen von 1917 – 1927 betreute. In seine Zeit fielen auch die Errichtung einer Expositur am 9. August 1921 und der Bau des Pfarrhauses 1925 / 26.

Der Kirchenrohbau hatte rund 37.500 Mark verschlungen und die Kirchenbänke kosteten rund 1.600 Mark. In den nachfolgenden Kriegsjahren bekam die Kirche ihre Ausstattung. Den Hochaltar, der damals 3.800 Mark kostete, stiftete die Familie Maria und Josef Grillmeier aus Pechbrunn. Die Kanzel, zum Preis von 2.200 Mark, wurde von der Familie Otto und Josefa Malzer, ebenfalls aus Pechbrunn, gestiftet. Altar und Kanzel fertigte der Altar- und Bildschnitzer Josef Rifesser aus St. Ulrich in Südtirol im Jahre 1916. Die drei Glocken wurden ebenfalls 1916 gegossen. Noch im gleichen Jahr wurde auch die Orgel angeschafft. Erst 22 Jahre nach der Erbauung  der Kirche, nämlich am 3. Juli 1935 erfolgte unter Expositus Wolfgang Koller die Konsekration durch Diözesanbischof Dr. Michael Buchberger aus Regensburg. Die vier Heiligenstatuen und die Patrona Bavariae lieferte im Jahr 1938 der Bildhauer Jakob Helmer aus Regensburg. Im Jahr 1942 verlor die Kirche zum 2. Mal drei ihrer Glocken, die für Kriegszwecke eingeschmolzen wurden. Nur die Marienglocke blieb verschont, musste aber 1948 bei der Anschaffung der drei neuen Glocken mit eingeschmolzen werden. Erst 1955 wurde die Herz-Jesu-Glocke installiert. Damit war das Glockengeläut der Kirche wieder vollständig. Am 1. September 1957 wurde die Expositur Pechbrunn zur Kuratie erhoben und genau 50 Jahre nach der Erbauung der Kirche, nämlich am 1. Mai 1963 wurde Pechbrunn zur Pfarrei erhoben und damit die Kirche zur Pfarrkirche Pechbrunn.

Die Erhebung zur Pfarrei erfolgte durch den damaligen Diözesanbischof Dr. Rudolf Graber aus Regensburg. Georg Stelzer, der seit dem 1. Mai 1951 die Pechbrunner Gläubigen betreute, war 1. Pfarrer in Pechbrunn. Im Jahre 1988 feierte die Pfarrgemeinde das 75-jährige Bestehen der Pfarrkirche. In seiner damaligen Festpredigt betonte Georg Stelzer den Stellenwert einer Kirche. Sie sei das Wahrzeichen eines Ortes, Zentrum der Pfarrgemeinde und für viele Menschen ein Stück Heimat und Wegbegleiter von der Taufe bis zum Tode. Unter der Federführung von Georg Stelzer und der Mitwirkung einer weitsichtigen Kirchenverwaltung wurden in den letzten 60 Jahren verschiedene notwendige Renovierungen an der Kirche vorgenommen, wie 1953 / 54, 1962 / 63 Außen- und Innenrenovierung, 1976 Außen- und 1979 Innenrenovierung. In die Zeit von Georg Stelzer, der bis 1991 in Pechbrunn wirkte, fiel auch der Bau des Pfarrheimes, welches auf Grund seiner Verdienste bei der Einweihung 1973 den Namen „Pfarrheim St.Georg“ erhielt. Die letzte Innenrenovierung erfolgte im Jahr 2003 und die letzte Außenrenovierung wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt erstrahlt die Pfarrkirche in Pechbrunn  in einem festlichen Glanz und ist für das Jubiläumsfest bestens gerüstet. Am kommenden Sonntag, den 9. Juni wird dieses Jubiläum um 10 Uhr mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Pfarrkirche zusammen mit Ehrengästen und den Mitgliedern der Pfarrgemeinde gefeiert. Dazu kann Ortspfarrer Dr. Cyprian Anyanwu den Weihbischof Reinhard Pappenberger als Vertreter der Diözese Regensburg begrüßen.

 

Kirchenvorstandsmitglieder verabschiedet

Kirchenvorstandsmitglieder verabschiedet

Zu einer kleinen Feierstunde hatte die katholische Pfarrgemeinde Pechbrunn in den Landgasthof Obst eingeladen, in deren Mittelpunkt die Verabschiedung ehemaliger Kirchenvorstandsmitglieder stand. Die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Silvia Sußmann konnte dazu neben den ehemaligen auch die neu gewählten Mitglieder sowie Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu begrüßen. Ich freue mich, sagte die Pfarrgemeindesprecherin, dass sich bis auf eine Ausnahme alle Mitglieder zu dieser Feierstunde eingefunden haben. Es sei an der Zeit, Dank zu sagen für eine jahrelange ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der katholischen Kirchengemeinde  in Pechbrunn.

Herr Arno Ritz gehörte der Kirchenvorstandschaft 12 Jahre an und war auf Grund seiner beruflichen Ausbildung zum Dipl. Bauing. FH zuständig für alles was mit Baumaßnahmen oder Renovieren zu tun hatte. So fielen in seine Zeit die Außen- und Innenrenovierung der Pfarrkirche, des Pfarrhauses, des Pfarrheims und die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes. Außerdem war Ritz ein erfahrener Berater der Kirchenverwaltung in finanziellen Dingen bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen.

Rudolf Dressel hatte 6 Jahre das Amt eines Kirchenpflegers inne und war in dieser Zeit sozusagen der Finanzminister der katholischen Pfarrgemeinde Pechbrunn. Er nahm aus persönlichen Gründen an der Verabschiedung nicht teil.

Ludwig Hecht gehörte der Kirchenvorstandschaft ebenfalls 6 Jahre an, sagte die Pfarrgemeinderatssprecherin und bekleidete in dieser Zeit das Amt eines Schriftführers, der alle wichtigen und unwichtigen Dinge für die Nachwelt in korrekter Form festhielt.

Im Namen der Pfarrgemeinde bedankte sich Frau Sußmann bei den ausgeschiedenen Mitgliedern für deren jahrelange Mitarbeit, die sie für die katholische Kirchengemeinde geleistet haben. Als äußeres Zeichen des Dankes übergab sie ein kleines Abschiedsgeschenk sowie den neu geschaffenen Kirchenführer und wünschte für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen. Abschließend stellte Frau Sußmann die neuen Kirchenvorstandsmitglieder vor. Es sind dies Rose Brunner, Alfons Grillmeier, Siegfried Malzer und Reinfried Sußmann, der auch das Amt eines Kirchenpflegers bekleidet. Ihnen wünschte die Pfarrgemeinderatssprecherin Gottes Kraft für ihre neuen Aufgaben sowie viel Freude an ihrer Tätigkeit.


Das Bild zeigt:   Vorne sitzend v.l. die ehemaligen Kirchenvorstandsmitglieder Arno Ritz und Ludwig Hecht. Hinten die neuen Vorstandsmitglieder v.l. Siegfried Malzer, Alfons Grillmeier, Rosi Brunner, Pfarrgemeinderatssprecherin Silvia Sußmann, Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu und Kirchenpfleger Renfried Sußmann.                           

Auszeichnung für langjähriges Ehrenamt

Das Bild zeigt den Geehrten Robert Hecht mit seiner Urkunde.


Im Rahmen eines Empfangs für ehrenamtlich tätige Bürger aus der gesamten Oberpfalz hat Ministerpräsident Horst Seehoferzu Beginn der Kalenderwoche 19 in der Schwarzachtalhalle in Neunburg vorm Wald mehrere Personen mit dem Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten ausgezeichnet, unter ihnen auch Robert Hecht aus Pechbrunn.

Seit 1957 und damit mehr als 55 Jahre versieht er in der Pfarrgemeinde Pechbrunn das Amt eines Mesners, das er bereits mit 15 Jahren übernommen hat. Bemerkenswert, sagte der Ministerpräsident in seiner Lautatio, sei die Tatsache, dass er mehr als fünf Jahrzehnte dabei geblieben sei. Herr Hecht sei Mesner mit Leib und Seele. In seine Amtszeit fielen vier Primizfeiern sowie ein Kardinalsempfang. Fünf Geistlichen habe er in seiner ruhigen und bescheidenen Art gedient. Neben seiner Mesnertätigkeit ist er seit 44 Jahren im Pfarrgemeinderat vertreten, gehörte teilweise der Kirchenverwaltung an und von daher in alle kirchlichen Angelegenheiten eingebunden. Seit rund 25 Jahren ist er Kommunionhelfer und versieht zum Teil auch die Lektorendienste in der Pfarrkirche Herz-Jesu.Neben der reinen Mesnertätigkeit übernimmt der Geehrte unentgeltlich weitere Tätigkeiten, die allen Kirchenbesuchern zu Gute kommen, wie das Schmücken und die Sauberkeit der Kirche und des Pfarrheimes.

Robert Hecht ist eine bewährte Stütze des Gemeindepfarrers und von diesem Posten nicht wegzudenken. Seine Tätigkeit stößt in Pechbrunn auf ungeteilten Respekt und Achtung vor dieser Gesamtleistung. Das Mesneramt, sagte Seehofer weiter, erfordere neben der persönlichen Einstellung vor allem viel Idealismus, Organisationsfähigkeit und aufgrund des großen Zeitaufwands auch die Zurückstellung persönlicher Belange und Interessen. Die Gesamtheit seiner Leistung könne nur als vorbildlich bezeichnet werden.

Seitens des Bistums Regensburg wurde Hecht im Jahre 1982 mit dem Abzeichen in Silber für 25 Jahre und mit dem Abzeichen in Gold samt Urkunde im Jahre 2007 für 50 Jahre Mesnerdienst ausgezeichnet.

Beim heutigen Stellenwert, sagte Seehofer abschließend, den die Gesellschaft der Freizeit und Freizeitgestaltung einräumt, sei ein derart langes Engagement durchaus nicht mehr die Regel und deshalb habe Robert Hecht eine verdiente Würdigung mit der Verleihung des Ehrenzeichens des Bayerischen Ministerpräsidenten erfahren.

Januar 2009: Pfarrhaussanierung abgeschlossen

Nach rund eineinhalbjähriger Planungs- und Bauzeit konnte die Sanierung des Pfarrhauses in Pechbrunn abgeschlossen werden. Seit Ende Dezember 2008 ist Pfarradministrator Dr. Cyprian Anyanwu in das Generalsanierte Pfarrhaus der Pfarrei „Herz Jesu“ eingezogen.

 

In Juni des Jahres 2007 hatte sich die Kirchenverwaltung der Pfarrei Pechbrunn dazu entschlossen, die Sanierung des Pfarrhauses durchzuführen und Dipl. Ing. Herbert Brecht aus Arzberg mit der Planung und Bauaufsicht sowie Dipl. Ing. Martin Selch aus Waldsassen mit der Planung und Durchführung der Elektro- und Kommunikationstechnik beauftragt. Seitens der Kirchenverwaltung waren das Kirchenvorstandsmitglied Dipl. Ing. Arno Ritz und Kirchenpfleger Rudolf Dreßel in die Planungen und die Bauaufsicht mit einbezogen. Die Initiative zur Renovierung erfolgte durch den damaligen Ortspfarrer Tomislav Dudas, der in einer gemeinsamen Zusammenkunft der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates erklärte, dass der Seelsorgerwechsel die beste Gelegenheit wäre, das Haus zu sanieren.

 

Die notwendigen Maßnahmen der Sanierung wurden mit dem für die Pfarrei zuständigen Diözesan – Architekten festgelegt.

 

Da seit dem Bau des Hauses im Jahre 1926 keine grundlegenden Sanierungsarbeiten vorgenommen wurden, waren Planungen in größerem Umfang notwendig. Am 31. Januar 2008 wurde die stiftungsaufsichtliche Genehmigung durch die Bischöfliche Finanzkammer erteilt, sodass Mitte Februar letzten Jahres mit den Arbeiten begonnen werden konnte.

Erneuert wurden alle Fenster, Türen und die gesamte Wasser-, Sanitär- und Elektroinstallation. Außerdem wurde eine neue Küche eingebaut und das Büro des Pfarrers mit neuen Möbeln ausgestattet. Durchgeführt wurden die Arbeiten ausschließlich von örtlichen Betrieben und solchen aus der näheren Umgebung. Nach den Planungsunterlagen sollten die Baumaßnahmen im Mai oder Juni 2008 abgeschlossen sein. Während der laufenden Arbeiten wurden aber Schäden und Bausünden früherer Jahre entdeckt, die bei der Bestandsaufnahme durch den Architekten nicht ersichtlich waren.

 

Diese grundsätzlich erforderlichen Baumaßnahmen nahmen sehr viel Zeit in Anspruch. Beispielsweise konnten nach den Putzarbeiten verschiedene Folgearbeiten nicht sofort durchgeführt werden, da im Haus eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrschte. Dadurch kam es zu wochenlangen Stillstandszeiten und Verzögerungen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 166.000 Euro, also deutlich weniger als die geschätzten Kosten von rund 227.000 Euro. Der Zuschuss der Bischöflichen Finanzkammer betrug 67.000 Euro, was etwa 40 Prozent der Gesamtkosten entspricht. Die Eigenleistung der Kirchenstiftung beträgt somit 98.000 Euro.

 

November 2008: Robert Hecht 50 Jahre Mesner in Pechbrunn 28.11.2007

Bild 50 Jahre Mesner

Seit 50 Jahren versieht Robert Hecht, Ochsentränke 2 in Pechbrunn den Mesnerdienst in der Pfarrgemeinde Pechbrunn. Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu nahm jetzt die Gelegenheit wahr, um ihm im Rahmen des Hauptgottesdienstes am vergangenen Sonntag die gebührende Ehrung zukommen zu lassen. Als 15 Jähriger trat Hecht im Jahre 1957 in der Pfarrgemeinde das Amt eines Mesners an und ist seit dieser Zeit aus der Kirchengemeinde nicht mehr wegzudenken. Ob im Pfarrgemeinderat oder in der Kirchenverwaltung, Robert Hecht war sich in der langen Epoche seines Wirkens nie zu schade, um Verantwortung zu übernehmen. Bereits 1982 wurde er vom damaligen Bischof von Regensburg, Rudolf Graber, mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

 

In seine Zeit fielen vier Primizen sowie ein Kardinalsempfang, er sah seit dieser Zeit einige Pfarrer und Pfarradministratoren kommen und gehen, so den Weggang von Pfarrer Tomislav Dudas und die feierliche Einführung von Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu vor eingen Tagen. Neben seiner Arbeit als Mesner, im Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung sammelt Hecht seit über 40 Jahren für die Caritas, versieht teilweise den Lektorendienst in der Pfarrkirche und ist seit über 20 Jahren Kommunionhelfer. Für seine Verdienste wurde er im Jahre 2004 vom Landkreis Tirschenreuth mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.

 

Pfarrer Dr. Anyanwu dankte dem Mesner für seine 50-jährige Tätigkeit in der Pfarrgemeinde Pechbrunn und überreichte ihm die von Bischof Gerhard-Ludwig unterzeichnete Urkunde sowie das Mesner-Ehrenzeichen in Gold. Ein weitere Urkunde erhielt Hecht vom Diözesanverband der Mesner im Bistum Regensburg.

 

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Urbanczyk schloß sich den Dankesworten an und übergab Robert Hecht zum Dank für seine jahrelange Arbeit einen Präsentkorb.

 

Bericht und Bild übernommen von Karl Völkl

 

 

Oktober 2008: Einführung des Herrn Pfarrers Dr.Cyprian Chima Anyanwu 14.10.2007

Bild Ehrung
Robert Hecht zusammen mit Pfarrer Dr.Cyprian Anyanwu und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edith Urbanczyk im Altarraum der Pfarrkirche nach der Ehrung

Einen großen Tag hatte die Katholische Kirchengemeinde Pechbrunn am vergangenen Sonntag den 14.10.2007. In Anwesenheit von zahlreichen Geistlichen der näheren und weiteren Umgebung, unter ihnen Regionaldekan Johann Schober aus Johannistal, Dekan Georg Flierl aus Tirschenreuth, den Heimatpriestern Karl Schmid, Michael Dressel und Thomas Günther, seines Vorgängers Thomas Dudas sowie zahlreichen Gläubigen, wurde der neue Pfarrer von Pechbrunn Dr.Cyprian Anyanwu im Rahmen eines Festgottesdienstes feierlich in sein Amt eingeführt. In einem Kirchenzug, der sich im Schulhof der Grundschule formierte und an dem sich nahezu alle christlichen und weltlichen Vereine der Gemeinde Pechbrunn mit ihren Fahnen beteiligten ging es auf den Kardinal-Grillmeier-Platz, wo der neue Geistliche von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Edith Urbanczyk im Namen des Pfarrgemeinderats, der Kirchenverwaltung, der christlichen und weltlichen Vereine und Verbände sowie im Namen aller Christen in Pechbrunn begrüßt wurde.

 

Wie schon beim ersten Gottesdienst, anfangs September hervorgehoben, sagte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, sei man dankbar, dass man noch einmal einen Seelsorger zugeteilt bekommen habe, was ja in der heutigen Zeit des Priestermangels keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Nach den ersten sechs Wochen, fuhr Frau Urbanczyk fort, glaube sie sagen zu können, dass die Pechbrunner mit ihrem neuen Pfarrer überwiegend zufrieden sind. An Pfarrer Dr.Anyanwu übergab sie ein kleines Geschenk.

 

Im Namen der politischen Gemeinde hies Bürgermeister Ernst Neumann den Geistlichen an seiner neuen Wirkungsstätte herzlich willkommen. Sie kommen in eine kleine, aber lebendige Gemeinde und ich bin sicher, sie werden sich schnell zu recht finden und zu Hause fühlen, so Neumann. Der Bürgermeister wünschte alles Gute und Gottes Segen und bot dem neuen Seelsorger jegliche Hilfe und Unterstützung, wenn sie denn notwendig sei, an.

 

Den Willkommensgruß der evangelischen Christen überbrachte Pfarrer Hans Joachim Hornfeck aus Marktredwitz. Er wünschte eine gute Zusammenarbeit der beiden Konfessionen, Gottes Segen und eine glückliche Hand bei seiner Arbeit.

 

Nach der Öffnung der Kirchentüre durch den neuen Geistlichen begaben sich Priester und Gläubige in die Pfarrkirche, wo Regionaldekan Johann Schober mit der Verlesung der Anstellungsurkunde Pfarrer Dr.Cyprian Anyanwu in sein Amt einführte und ihm künftig den Seelsorgedienst in der Pfarrgemeinde Pechbrunn übertrug. Der folgende Festgottesdienst, der in Zelebration und vom Katholischen Kirchenchor musikalisch gestaltet wurde, sagte Dekan Georg Flierl, dass es kein selbstverständlicher Anlass sei, der die Gläubigern hier in der Pfarrkirche Herz-Jesu-Kirche zusammengeführt habe. Es sei nämlich nicht selbstverständlich, dass eine Pfarrgemeinde mit rund 1.000 Katholiken einen eigenen Seelsorger erhält, denn im Bistumsdurchschnitt entfallen rund 2.000 Katholiken auf einen aktiven Seelsorger. Bereits vor einer ganzen Reihe von Jahrzehnten haben Theologen die Aussage getätigt : "Deutschland sei Missionsland geworden".

 

Bis hinein in die zweite Hälfte des 20.Jahrhunderts war man es gewohnt, dass Missionare aus Deutschland in die so genannte "Dritte Welt" gegangen sind, um den christlichen Glauben bis an die Grenzen der Erde zu verbreiten. Die Veränderungen in der Gesellschaft hätten auch vor der Kirche nicht Halt gemacht, sagte Flierl. Der Dekan appelierte an die Katholische Pfarrgemeinde von Pechbrunn, den neuen Pfarrseelsorger gut auf- und anzunehmen. Beim neuen Pfarrseelsorger sei er sich sicher, dass er mit großer innerer Bereitschaft seinen Dienst in Pechbrunn antritt. Auch alle Mitbrüder im Dekanat, versicherte Flierl, werden ihm künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit er sich möglichst bald gut zurechtfinden könne. Dazu braucht er den Rückhalt durch die Gemeinde, den Rückhalt im Gebet, aber genau so in der menschlichen Solidarität und Anteilnahme. Liebe Pechbrunner, helfen sie ihm dabei, sagte Dekan Flierl zum Abschluß seiner Predigt.

 

Am Ende des Festgottesdienstes bedankte sich Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu bei allen, die mit dazu beigetragen hätten, diese Einführung zu organisieren und zu gestalten. Ein Dank ging auch an einige Pfarrangehörige seiner früheren Pfarrei in Haibühl im Dekanat Kötzting, die sich extra zur Einführung in Pechbrunn eingefunden hatten.

 

Bericht und Bild übernommen von Karl Völkl.

 

 

Pfarrer Dudas verlässt die Pfarrgemeinde.

Bild Pfarrer
Der künftige Seelsorger der Pfarrgemeinde Pechbrunn zusammen mit Dekan Georg Flierl und Regionaldekan Johann Schober bei der Verlesung der Anstellungsurkunde. (von links)

Für viel Pfarrangehörigen überraschend verläßt Pfarrer Thomas Dudas in Kürze die Pfarrgemeinde Pechbrunn. Der Geistliche, der aus Kroatien stammt, kam im Herbst 1993 nach Pechbrunn und war fast 14 Jahre Seelsorger in der Gemeinde am Fuße des Teichelberges. Sein neuer Wirkungskreis ist die Pfarrei St. Georg in Failnbach, ein Ort mit rund 520 Einwohnern sowie die Pfarrei St.Johann in Ruhsdorf mit rund 765 Einwohnern, wo er künftig auch im neuen Pfarrhaus wohnen wird. Beide Pfarreien gehören politisch zur Gemeinde Reisbach, Kreis Dingolfing und kirchlich zum Dekanat Frontenhausen-Pilsting.

 

Sein Nachfolger in Pechbrunn wird der 1966 in Nigeria geborene Cyprian Anyanwu, der bisher die Pfarrei St.Wolfgang in Heibühl im Dekanat Kötzting betreute. Der 41-jährige Dr. der Theologie wurde 1993 zum Priester geweiht und kam vor sechs Jahren in die Bundesrepublik Deutschland, wo er seine erste Pfarrstelle in Limburg a.d.Lahn antrat. Der Wechsel der beiden Geistlichen soll bis zum 1.September dieses Jahres vollzogen sein. Pfarrer Dr. Cyprian Anyanwu nahm kürzlich die Gelegenheit wahr, seine neue Pfarrstelle in Pechbrunn zu besichtigen, wo er sich gleichzeitig bei seinem Vorgänger Thomas Dudas vorstellte.

 

Die Geschichte der Herz Jesu Kirche Pechbrunn

1. Die Vorgeschichte zum Bau einer Kirche in Pechbrunn.

 

Pechbrunn gehörte früher zur Pfarrei Mitterteich. Von dort aus wurden die Katholiken des Ortes seelsorglich betreut.

 

Der weite Kirchweg an den Sonntagen war nach 6 Tagen harter Arbeit für die Bauern und Arbeiter ein großes Opfer. Deshalb schickten die Pechbrunner 1902 ein Gesuch an den Bischof von Regensburg folgenden Inhalts:

 

„Die Katholiken der hiesigen Ortsgemeinde würden auf eigene Kosten einen Priester von auswärts – gemeint war Fuchsmühl – kommen lassen, der wenigstens alle 14 Tage an den Sonntagen in Pechbrunn eine Hl. Messe mit Vortrag halten sollte.“

 

Das Gesuch wurde vom Bischof am 28. Mai gleichen Jahres angenommen und es wurde umgesetzt.

 

Es kam der Kooperator aus Mitterteich und es kamen in den folgenden Jahren zur Aushilfe ein Pater aus Füchsmühl (Augustiner) und aus Pfreimd (Franziskaner), um in der Steinbauernkapelle – geweiht den 14 hl. Nothelfern, errichtet 1888 von Frau Theres Burger – das hl. Messopfer zu feiern.

 

2. Der Kirchenbau von 1913  bis 1916. 

 

Natürlich war die Steinbauernkapelle, in der durch einen Holzanbau ca. 160 Personen überwiegend Stehplätze einnehmen konnten, bald zu klein. Immerhin zählte Pechbrunn im Jahre 1908 schon 159 schulpflichtige Kinder die hier im Ort seit 1865 unterrichtet wurden.

 

Ein Vorschlag des Mitterteicher Kooperators, die Kapelle baulich zu erweitern, war abgelehnt worden.

 

Zwischen 1905 und 1908 war durch den Mitterteicher Pfarrer Weghofer in einer Versammlung in der Mühle ein Kirchenbau-Verein gegründet worden. Monatlicher Mitgliedsbeitrag: 20 Pf. 

 

Am 13. Dezember 1912 verpflichteten sich die Katholiken von Pechbrunn (383) und Groschlattengrün (164) einen jährlichen Zuschuss von 200 Mark zur Errichtung einer zweiten Kooperatur in Mitterteich zu gewähren, um zweimal in der Woche und jeden Sonn- und Feiertag Gottesdienst und einen regelmäßigen Religionsunterricht erteilt bzw. gehalten zu bekommen.

 

Noch im Jahr 1912 wurde endgültig der Entschluss gefasst zu bauen. Alle bisherigen Bemühungen konnten keine Dauerlösung sein. Kontroverse Diskussionen gab es zunächst noch in der Standort- und Grundstücksfrage, bevor man sich auf den heutigen Errichtungsplatz einigen konnte und die Voraussetzungen dafür geschaffen hat.

 

Am 26. Januar 1913 war eine Versammlung aller Katholiken von Pechbrunn. Es wurde letztendlich der Beschluss gefasst nunmehr unverzüglich mit dem Bau zu beginnen. Den ersten Spatenstich sollte Pfarrer Mayer aus Mitterteich tun. Da er verhindert war tat dies der hiesige Lehrer Andreas Kammerer, ein engagierter Förderer und Betreiber des Kirchbaues.

 

Oberlehrer Kammerer war später der erste Organist der Pechbrunner Kirche und versah auch den Mesnerdienst. Er war übrigens eine Schüler von Max Reger und in der Kirchenmusik bestens ausgebildet. 

 

Am 6. Juli 1913 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung. In der Chronik ist der Wortlaut der Urkunde, die sich im Grundstein befindet, festgehalten: „Im Jahre unseres Heiles 1913, im 10. Jahr des Pontifikates des glorreich regierenden Papstes Pius X., unter dem König Otto I. von Bayern und seinem Stellvertreter in der Regierung, dem Prinzregenten Ludwig, unter seiner Exzellenz, dem hochwürdigsten Herrn Antonius von Henle, Bischof von Regensburg, unter dem hochwürdigen Herrn Pfarrer Mayer in Mitterteich, bei zahlreicher Beteiligung des Volkes, segnete und legte der genannte Pfarrer Josef Meyer diesen Stein als Grundstein dieses heiligen Bauwerkes, vom Volke errichtet zum Lob und zur Verherrlichung des allmächtigen Gottes und zur Ehre des heiligsten Herzens unseres Herrn Jesu Christi, am 6. Juli, den 8. Sonntag nach Pfingsten, am Feste des kostbaren Blutes desselben Herrn Jesu Christi.“

 

Am 7. Dezember 1913 war die feierliche Benediktion, die kirchliche Weihe, der neuen Kirche durch Pfarrer Josef Mayer aus Mitterteich. Die Kirche war 1913 im Rohbau fertig. Der Baumeister war August Mayer aus Waldershof.

 

In den Jahren 1914 bis 1916 ging es um die Ausstattung. Es wurde viel gespendet und gestiftet. 

 

Durch die Veröffentlichung im Bonifaziusblatt wurden so manche alten Einrichtungen oder Einrichtungsteile angeschafft. Was auf diesem Wege nicht zu bekommen war, wurde neu gefertigt. Aus der Werkstatt des Südtiroler Künstlers Josef Rifeser aus St. Ulrich im Grödnertal stammen der Hochaltar, die Kanzel und die Pieta.

 

1916 wurde eine neue Orgel aufgestellt und auch die Turmuhr geliefert. Damit war alles da, was man in einer Kirche braucht. Der Außenputz konnte allerdings erst nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1919 angebracht werden. Er musste 1930/31 gründlich erneuert werden, weil er von sehr schlechter Qualität war und abfiel.

 

Am 8. Januar 1917 kam mit H.H. Johann Höcht der erste Seelsorger nach Pechbrunn. Er musste privat untergebracht werden, weil das Priesterhaus – damals Expositurhaus – erst errichtet werden musste (1925 – 1927). Die Errichtung der Expositur Pechbrunn am 9. August 1921 fiel in die Amtszeit des Priesters Johann Höcht. 

 

Jetzt fehlte nur noch eines, die kirchliche Weihe. Auf ein Gesuch des damaligen Expositus Wolfgang Koller hin, er war der 3. Seelsorger Pechbrunns, wurde die Kirche am 3. Juli 1935 durch Erzbischof Dr. Michael Buchberger feierlich konsekriert.

 

Im Altarstein des Hochaltars sind die Reliquien von 4 Heiligen eingelassen: die der Märtyrer Aurelius und Justinus und der Märtyrerinnen Coelestina und Leontia.

 

3. Wechselvoll und schicksalhaft ist die Geschichte der Pechbrunner Kirchenglocken. 

 

3 Glocken sind an Weihnachten 1913 geweiht worden: Herz-Jesu-Glocke, Marienglocke und Josefsglocke. Letztere musste im ersten Weltkrieg abgeliefert werden.

 

Am 20. Dezember 1936 wurden 2 weitere zusätzlich angeschafft, die neue Josefsglocke und die Bruder-Konradglocke. 3 Davon gingen nach der Ablieferung während des 2. Weltkrieges verloren. Die Marienglocke, die kleinste, blieb von der Ablieferung verschont, wurde aber nach dem Kriege eingeschmolzen. Am 30. Juli 1948 wurden 3 neu angeschaffte Glocken geweiht.

 

Die Marienglocke wiegt 756 kg, die Bruder-Konradglocke 515 kg und die Josefsglocke 287 kg.

 

Am 1. Mai 1951 wurde als 4. Glocke die Herz-Jesu-Glocke angeschafft und am 2. Oktober 1955 geweiht. Sie ist mit 1200 kg die größte Glocke unserer Kirche, trägt ein Herz-Jesu-Bild und die Inschrift: „Cor Jesu, rex er centrum omnium cardium niserere nobis!“

 

4. Jubiläumsdaten der Pfarrei.

 

1888 Bau der Steinbauernkapelle

06.06.1913 Grundsteinlegung zur Herz Jesu Kirche

07.12.1913 feierliche Benediktion der im Rohbau fertigen Kirche

08.01.1917 Expositus Johann Höcht wird 1. Seelsorger

09.08.1921 Errichtung der Expositur

03.07.1935 Konsekrierung durch Erzbischof Michael Buchberger

01.09.1957 Erhebung zur Pfarrkuratie

01.05.1963 Erhebung zur Pfarrei

01.04.1973 Einweihung des Pfarrheims St. Georg

30.11.2003 Einweihung der renovierten Pfarrkirche durch Domkapitular Reinhard Pappenberger 

 

5. Pechbrunn und seine Priester. 

 

8. Januar 1917 – 4. Mai 1927 Expositus Johann Höcht

29. April 1927 – 15. Januar 1930 Expositus Augustin Förster

14. Dezember 1929 – 1. August 1942 Expositus Wolfgang Koller

16. August 1942 – 1. Mai 1951 Expositus Theodor Fischer

1. Mai 1951 – 3. September 1991 Expositus Georg Stelzer, ab Mai 63 als Pfarrer 

1. September 1991 – 31. August 1992 Pfarradministrator Peter Lang

1. September 1992 – 18. September 1993 Pfarradministrator Norbert Große

ab 1. November 1993 Pfarrer Tomislav Dudas

10.Oktober 2007 Pfarrer Dr. Cyprian Anyanawu

 

6. Pechbrunn und seine Heimatpriester. 

 

29. Juni 1929 Priesterweihe von Heinrich Kammerer in Regensburg

14. Juli 1929 Primiz von Dr. Heinrich Kammerer in Pechbrunn

29. Juni 1931 Priesterweihe von Josef Grillmeier in Regensburg

04. Juli 1931 Primiz von Josef Grillmeier in Pechbrunn

29. Juni 1931 Priesterweihe von Karl Sommer in Regensburg

05. Juli 1931 Primiz von Karl Sommer in Pechbrunn

24. Juni 1937 Priesterweihe von Jesuitenpater Alois Grillmeier in München

8. August 1937 Primiz von Alois Grillmeier in Pechbrunn

30. Oktober 1994 Ernennung des Professor Dr. Alois Grillmeier zum Kardinal

25. Juni 1995 Empfang des Kardinals Prof. Dr. Alois Grillmeier in Pechbrunn

19. März 1938 Priesterweihe von Ludwig Müller in Regensburg

27. März 1938 Primiz in Pechbrunn

März 1938 Priesterweihe von Pater Patricius Schaumberger OESA in Würzburg

20. März 1938 Primiz von Pater Patricius Schaumberger in Pechbrunn

29. Juni 1964 Priesterweihe von Karl Schmid in Regensburg

05. Juli 1964 Primiz von Karl Schmid in Pechbrunn

26. Juni 1977 Priesterweihe von Josef Grillmeier in Würzburg

09. Juli 1977 Primiz von Josef Grillmeier in Pechbrunn

30. Juni 2001 Priesterweihe von Thomas Günther osfs in Fockenfeld

01. Juli 2001 Primiz von Pater Thomas Günther in Pechbrunn

26. Juni 2004 Priesterweihe von Michael Dressel in Regensburg 

04. Juli 2004 Primiz von Michael Dressel in Pechbrunn

 

7. Ordensleute, die aus unserer Pfarrei hervorgegangen sind.

 

Bruder Hans Grillmeier (Jesuiten) Nürnberg

Schwester Maria Theresia Kolbeck (Salesianerin) Pielenhofen

Schwester Maria Miguela Burger (Schulschwester) München

Schwester Maria Vocata Sommer (Franziskanerin) Grunertshofen

Schwester Maria Gertraud Grillmeier (Franziskanerin) Mallersdorf